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Schweizer oder Chinesischer Kopfstein?, 2010

Die in den Kantonen Glarus, Tessin und Graubünden gewonnene Kopfsteinpflästerung gehört „seit immer“ zum Schweizer Strassenbild. Der Kanton Aargau verwendet im Strassenbau seit einigen Jahren Kopfsteine aus China mit der Begründung, diese seien billiger. Tatsächlich kostet ein Schweizer Stein Fr. 2.- und ein chinesischer 50 Rappen. Die Stadt Aarau indes gab dem Schweizerischen Produkt den Vorzug und budgetierte dafür zusätzliche 700'000 Franken.

“Schweizer oder Chinesischer Kopfstein?”
Mit diesem Entscheid setzt der politische Kanton ein Zeichen: Das billigere, ausländische Produkt wird dem teureren, einheimischen vorgezogen. Dem chinesischen Stein sieht der Laie von aussen nichts an: wurden die hier geltenden Umweltschutzbestimmungen eingehalten, die Sozialabgaben entrichtet, die gesetzlichen Bestimmungen zum Thema Kinderarbeit abgeklärt, die Bestimmungen vom BfU angewendet?

QUELLEN
Nicht veröffentliche, mündlich geführte Interviews mit Politikern, Strassenbauern und Gemeindearbeitern


Roland Hächler, im August 2010