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5 Millionen Frauen wurden als Hexen verbrannt, 2005

In den vergangenen Jahrhunderten wurden 5'000'000 Frauen als Hexen verbrannt.
Mit einem Bild von 10 m Länge und einer Höhe von 1,5 m ziehe ich seit August 2005 von Ortschaft zu Ortschaft in der Schweiz und male für jede verbrannte Frau einen Punkt. Neben dem Bild sind in verschiedenen Sprachen Infoplakate sowie der aktuelle Stand (15. 10. 2005: 57'000 Punkte = 1%) der gemalten Punkte angebracht.
Mit dieser Aktion weise ich auf folgende Situation hin:
* Im Kanton Aargau wurde 2005 das Gleichstellungsbüro für Mann und Frau
aufgelöst.
* Eine Frau verdient im Jahr 2005 durchschnittlich 20% Franken weniger für gleiche Arbeit als ein Mann.
* Das Vergewaltigungs-Delikt ist nach 10 Jahren verjährt.
* Besonders in Afrika wird jungen Frauen die Klitoris weggeschnitten.
* In Indien begehen Frauen Selbstmord, indem sie auf das Leichenfeuer ihres Ehemanns springen, da sie ohne Mann keine Zukunft haben.
* In der Schweiz haben wir Frauenparkplätze eingerichtet, weil Männer Frauen bedrängen.
* Islamische Frauen tragen vermehrt den Tschador als Schutz vor den Männern.
* In Pakistan werden jungen Frauen die Gesichter mit Säure verätzt.
* Frauen werden weltweit als Liebesdienerinnen verhökert.
* Die Scheidungsrate ist über 50% gestiegen.
* Kommt es zu einer Vergewaltigung, wird oft die Kleidung der Frauen
als Entschuldigungsgrund angegeben.
* Kinderpornografie und Kinderverschleppung gehören der Tagesordnung an.
* In der Schweiz exisiert Rassenfeindlichkeit.

Sobald diese Missstände in unserem Bewusstsein verankert sind, werden wir Lösungen finden. Dabei ist die Verbindung der Geschichte, aus der wir lernen können, und der Kunst, die bewusst macht, ein ideales Hilfsmittel.

R. Hächler, 2005